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Nachrichten rund um Steuern und Finanzen - August 2011

Ist die Kilometerpauschale verfassungswidrig?

Für Fahrten mit dem privaten Pkw, die ein Arbeitnehmer im Auftrag seines Arbeitgebers durchführt, können 30 Cent pro Kilometer als Werbungskosten geltend gemacht oder vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet werden. Da diese Pauschale im öffentlichen Dienst auf 35 Cent heraufgesetzt wurde, ist nun Verfassungsbeschwerde wegen Ungleichbehandlung eingereicht worden. Wir werden über die weitere Entwicklung berichten!

 

Arbeitszimmer auch bei
gemischter Nutzung absetzbar

Bereits vor einiger Zeit berichteten wir über die Wiedereinführung der Absetzbarkeit von Arbeitszimmern in der privaten Wohnung. Wird z. B. ein Raum in einer Privatwohnung für berufliche Zwecke genutzt, können die darauf entfallenden Aufwendungen als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben geltend gemacht werden, wenn für die berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Selbst wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, können jedoch die Aufwendungen in der Regel nur bis zu einer Höhe von 1.250 Euro jährlich berücksichtigt werden. Ein unbeschränkter Abzug ist lediglich dann möglich, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit bildet.

Ein häusliches Arbeitszimmer wird allerdings von vornherein nur dann als steuerlich relevant betrachtet, wenn es ausreichend von dem übrigen privaten Wohnbereich abgetrennt ist. Der Raum muss nach Auffassung der Finanzverwaltung (nahezu) ausschließlich zu beruflichen Zwecken genutzt werden; eine nur untergeordneteprivate Mitbenutzung, das heißt von weniger als 10  Prozent, ist unschädlich.

Demgegenüber hat ein Finanzgericht jetzt entschieden, dass – gemäß der neuen Rechtsprechung zu den gemischten Aufwendungen – auch bei einem Arbeitszimmer, das nicht unwesentlich privat genutzt wird, eine Aufteilung in einen beruflichen und einen privaten Teil vorzunehmen ist. Im Streitfall wurde ein wie ein Wohnzimmer ausgestalteter Raum auch für Büroarbeiten und Besprechungen genutzt. Das Finanzgericht hielt eine hälftige Aufteilung der Kosten für sachgerecht. Im Urteilsfall konnten somit 50 % der Aufwendungen bis zum Höchstbetrag von 1.250 Euro berücksichtigt werden. Bisher ist es jedoch unsicher, ob diese Rechtsprechung Bestand haben wird.

 

Aktuelle Grunderwerbsteuersätze

Seit die Bundesländer die Höhe des Grunderwerbsteuersatzes selbst bestimmen können, kommt Bewegung nach Oben in die Steuersätze. Mittlerweile haben die meisten Länder einen höheren als den grundsätzlich in Betracht kommenden Steuersatz von 3,5 % eingeführt.
 

Die Grunderwerbsteuersätze im Überblick

Aktuelle Meldungen rund um Steuern und Finanzen

August 2011

> Verfassungswidrige Pauschale?

> Neues zum Arbeitszimmer

> Grunderwerbsteuer

 

Juli 2011

> Auslandssprachkurse absetzbar

> Selbstanzeigen verschärft

> Heimunterbringung abzugsfähig

 

Mai 2011

> Speisen: Umsatzsteuer einfacher?

 

April 2011

> Abgabe von Warengutscheinen

> Fehlerhafte Bescheinigungen

> Steuervereinfachung

 

März 2011

> Anerkennung von Krankheitskosten

> Werbekosten bei Pkw-Überlassung

 

Ältere Beiträge

> Zum Jahresende: Inventurpflicht

> Neuregelung für Arbeitszimmer

> Neue Aufbewahrungspflichten

> Teuerung: Beträge steigen

> Elektronische Lohnsteuerkarte

> Neubewertung von Grundvermögen

> Zinsen und Einkommensteuer

> Handwerkerleistungen

> Innergemeinschaftliche Geschäfte

> Jahressteuergesetz 2010

> Fallstrick bei Sozialversicherung

Berlin

4,5 %

 

Hamburg

4,5 %

 

Sachsen-Anhalt

4,5 %

 

Brandenburg

5,0 %

seit 01.01.2011

Bremen

4,5 %

seit 01.01.2011

Niedersachsen

4,5 %

seit 01.01.2011

Saarland

4,0 %

seit 01.01.2011

Thüringen

5,0 %

seit 01.04.2011

Schleswig-Holstein

5,0 %

ab 01.01.2012

 

 

 

Virginia Fermanian

Steuerberaterin

Leibnizstraße 48 - 10629 Berlin
Telefon: 030 8 64 94 10 - Fax: 030 8 61 26 93
E-Mail: Fermanian@Fermanian.de - Web: www.Steuerberater-Fermanian.de

 

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